Leistungssport

Im Jahr 2014 sind mehr als 40 Kinder, Junioren und Senioren B (bis 23 Jahre) bei Regatten für den Marbacher Ruderverein an den Start gegangen. 31 Ruderer haben dabei mindestens 1 Sieg geholt, viele 6 oder 7 Siege. Eine junge Ruderin konnte 19 Siege auf sich verbuchen, d.h. dass sie beinahe nach jedem Rennen am Siegersteg anlegen durfte.

Im Kinderbereich (bis 14 Jahre) werden die jungen Ruderer langsam an den Wettkampf herangeführt. Das kann zum einen spielerisch erfolgen. Bei der Sommer- und Wintertalentiade der Baden-Württembergischen Ruderjugend werden sowohl Geschicklichkeit im Rudern, als auch verschiedenen athletische Grundlagen abgefragt. Wer schon in diesem Alter mehr Richtung Ruderwettkampf gehen kann und möchte, nimmt an den Qualifikationen für den Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen teil. Bei den Frühjahrsregatten in Mannheim und Heidelberg werden hier die Qualifikationen ausgetragen und die Sieger sammeln Punkte für 3000m Langstrecke und 1000m Rennstrecke. Die besten Boote des jeweiligen Bundeslandes dürfen dann im Juli zum Bundesentscheid.

Im Jahr 2014 konnten sich 7 Ruderer aus Marbach für die Baden-Württembergische Mannschaft qualifizieren und kämpften im Juli 2014 in Berlin-Rüdersdorf um die vorderen Plätze.

Im Junior-B-Bereich (15-16 Jahre) beginnt der „Ernst des Regattafahrens“. Die Langstrecke wird 6000m lang und die Normalstrecke (Rennstrecke) liegt bei 1500m. Die Ansprüche an Kraft und Ausdauer steigen, und im Ostertrainingslager des Marbacher Rudervereins wird an Ausdauer und ruderischen Fertigkeiten für das aktuelle Regattajahr gearbeitet. Das Trainingslager kann in Soustons/Frankreich, Veli Losinj/Kroatien, Emden/Niedersachsen oder auch im Schwarzwald am Schluchsee stattfinden – das Ziel wird immer das gleiche sein: Fitte und technisch starke Ruderer für die Saison! Okay – außerdem Teamgeist, Spaß, Tanzkurse, Oldie-Parties und Rudereressen!

Die stärksten der Junioren B haben außerdem die Möglichkeit in das B-Projekt des Landes zu kommen. In der Regel 8-10 Ruderer eines Jahrgangs aus ganz Baden-Württemberg kommen in den B-Achter, und dafür lohnt es sich, ein wenig härter zu trainieren, um sich diesen Platz zu sichern. Leider gilt dies in diesem Jahr nur für die Jungs – d.h. viele starke Mädchen an die Ruder, dann gibt es 2015 hoffentlich auch wieder ein Juniorinnen B-Projekt!

Die B-Projekte finden in der Regel beim Landesruderzentrum in Breisach statt. Das warme Klima, das Ruderrevier und der Koch der Jugendherberge sind einige gute Gründe, um das Ziel B-Projekt anzuvisieren!

Aber es kann auch ein Ziel sein, bei den regionalen Regatten zu starten, ohne gleich ganz durchstarten zu wollen. Während die Rennruderer mit höheren Zielen ein Training von 6 Einheiten und mehr leisten müssen, kann man auch regionale Regatten im Großboot mit weniger Training fahren. Die Ziele sind dann etwas niedriger gesteckt, aber auch das bietet der Marbacher Ruderverein! Rudern als Mannschaftssport, ambitioniertes Rudern, aber ohne in den Leistungssport mit hohem Trainingsumfang voll einzusteigen.

Auch im Junior-A-Bereich bleiben diese zwei Optionen voll erhalten. Während die einen weiterhin sportlich trainieren und regionale Regatten (oder in diesem Jahr auch den BaselHead 2014) fahren, trainieren einige wenige, um ihren Platz im Südteam und im Landeskader zu erreichen. Aber auch ohne Südteam und Landeskader geht es in Marbach zu Sache. Der Riva-Männer-Achter kann ein Ziel sein, ein starker Juniorinnen-A-Vierer bei den Internationalen Juniorenregatten in München und Köln ein anderes. Wir werden 2015 versuchen, einen Junior-A-Achter an den Start gehen zu lassen. Riemen oder Skullen, im Einer, Zweier, Vierer oder Achter starten, über Kurzstrecken, Normaldistanzen oder Langstrecken – der Marbacher Ruderverein bietet mit seiner Rennmannschaft beinahe alle Optionen.

In diesem Jahr hatten wir aus dem Junior-A-Bereich zwei Mädchen auf den Deutschen Jugendmeisterschaften in Brandenburg im leichten Zweier. Die zwei erreichten im B-Finale einen zweiten Platz!

Der Senior-B-Bereich umschließt alle Ruderer bis 23 Jahre. Im Prinzip gibt es die gleichen Möglichkeiten wir im Junior-A-Bereich. Da in diesem Alter viele mit der Ausbildung oder dem Studium beginnen, wird vieles flexibler und in der Regel sinkt der Trainingsumfang ab. Dafür tritt der Spaß und die pure Leidenschaft fürs Rudern in den Vordergrund. Unsere Senioren B finden sich fast alle im Riva-Achter wieder, und wenn sich die Ruderinnen in die Riemen legen, bekommt der Männer-Achter vielleicht einmal weibliche Konkurrenz!

Wer im Senior-B-Bereich aufgrund seiner Leistungen in den Hochleistungssport Rudern wechselt, wird an einen der Bundesstützpunkte kommen, wobei sein Heimatverein auch seine Heimat bleibt und der Verein sowie der Heimtrainer ihn oder sie entsprechend fördern wird.