Baden-Württembergisches Wanderrudertreffen in Radolfzell

Wanderrudern  10. Mai 2015  

Der schlechten Wetterprognose zum Trotz trafen sich zahlreiche Aktive an diesem Wochenende in Radolfzell, wo im Rahmen des Baden-Württembergischen Wanderrudertreffens auch die Taufe des neuen Kirchbootes stattfand.

Nach der Bootstaufe, bei der neben dem Vorsitzenden des LRVBW, Uwe Gerstenmaier, auch die Namenspatin Johanna Kienzerle und die Radolfzeller Bürgermeisterin zugegen waren, um einige Grußworte zu sprechen und Glückwünsche zu übermitteln, startete die Ausfahrt, die uns um die Reichenau herumführen sollte.

Da der Ort der Veranstaltung, der Turnverein Radolfzell, zwar über große und für die vielen Boote sehr praktische Wiesen am Seeufer verfügte, nicht jedoch über irgendeinen Steg, schoben wir unsere Boote zum Einsteigen nassen Fußes direkt ins Wasser und die Fahrt konnte beginnen.

Wir ruderten die ersten Kilometer durch ruhiges, schilfumstandenes Gewässer, dessen friedliche Stille nur von gelegentlichen Rufen der Enten und Blässhühner unterbrochen wurde, bis wir schließlich am Ende der Halbinsel Mettnau die geschützte Bucht verließen. Nach kurzer Zeit fanden wir uns mitten in der aufgewühlten See des „Bermuda-Dreiecks“ wieder, welches zwischen der Reichenau, dem Rheinabfluss und der Radolfzeller Bucht gelegen ist.

Während Wind und auch höhere Wellen dem Kirchboot nichts anhaben können, sah die Sache für die Gigboote doch etwas anders aus. Aber nach einem längeren Kampf mit den Elementen, bereichert um ein kurzzeitiges Fahne-über-Bord-Manöver, erreichten auch wir schließlich den Bruckgraben, der uns einen Durchschlupf unter dem Reichenaudamm gewährte, um die Insel-Umrundung komplett zu machen.

Auf dem Rückweg erwartete uns nach einer beschaulichen Fahrt entlang der Reichenau das Wellengebräu zur zweiten Runde, und als sich immer mehr Wasser im Boot sammelte, legten wir nun doch einen kurzen Zwischenstopp am Ufer westlich von Allensbach ein, um das Boot auszuleeren, bevor die Oberkante der Bordwand gänzlich unter der Wasseroberfläche verschwand.

So erreichten wir etwas später als vorgesehen wieder das Turnerheim, waren aber dennoch nicht einmal das letzte Boot, das von dieser bewegten Ausfahrt zurückkehrte. Am Nachmittag drehten wir noch eine gemütliche Runde in der Radolfzeller Bucht, bevor wir nach dem üblich aufwendigen Verladen der Boote die Heimreise antreten konnten.

Conny Schubert

Weitere Bilder hat auch der Südkurier auf seiner Website veröffentlicht: