Hallentraining als Vorbereitung für eine erfolgreiche Rudersaison

Leistungssport  19. Januar 2015  

Am vergangenen Samstag kamen die vier Rudervereine entlang des Neckars von Neckarrems bis Heilbronn zum gemeinsamen Workshop mit dem Thema „Funktionelles Hallentraining“ in die Karl-Nusser-Halle nach Marbach.

Während die Jahrgänge 2000 und jünger sich spielerisch auf die Rudersaison 2015 vorbereiteten, stand für die älteren Jahrgänge und die Übungsleiter auch harte Theorie auf der Tagesordnung. Welche Ziele gilt es im Winter zu setzen, welche Defizite kann man in einem Hallentraining ausgleichen, wie wärme ich Körper und Geist für die anstehende Leistung auf? Welche konditionellen Anforderungen stellt der Rudersport an den Athleten? Die Trainerin des Marbacher Rudervereins Heike Breitenbücher hatte die Federführung und Organisation des Workshops übernommen mit dem Ziel allen Teilnehmer neue Impulse für eine Trainingsplanung in der Halle mit in den Trainingsalltag zu geben. So entstanden in Gruppenarbeit Stundenbilder zum Thema Ausdauer, Rumpftraining, Stabilisation und Beweglichkeit, die in den nächsten Wochen in den Vereinen umgesetzt werden können.

Ein weiteres wichtiges Ziel dieser Veranstaltungsreihe, die jetzt im zweiten Jahr stattfindet, ist die Zusammenführung und die Kooperation der benachbarten Rudervereine. Peter Wolfering, Vorsitzender des Cannstatter Ruderclubs und Zweiter Vorsitzender des Landesruderverbandes Baden-Württemberg, war vor Ort und betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit und der vereinsübergreifenden Bündelung von Kompetenzen. Ganz besonders liegt ihm am Herzen, dass in der Kinder- und Jugendarbeit zwischen den Vereinen eng zusammengearbeitet wird, damit Mannschaftrudern in jedem Alter möglich ist und kein junger Ruderer allein auf dem Hof stehen bleibt.

Bei den Jüngeren herrschte unterdessen viel Spaß und Aufregung. Markus und Michael Breitenbücher – beide Nachwuchstrainer beim Marbacher Ruderverein – hatten sich wieder spannende und ungewöhnliche Geschicklichkeit-, Team- und Mutspiele ausgedacht und mit den Jungruderern ausprobiert. Ob Mattentoaster, Mattenpresse, Reifensterben, Seenotrettung und Trampolinsprünge – die Jüngsten waren voll dabei!

Wer zum Abschluss  des Programms das Wort „Tabata“ gelesen hatte und dies mit einem gemütlichen Ende übersetzt hatte, sah sich getäuscht. „Tabata“ ist ein hochintensives Intervalltraining mit jeweils 20s Belastung und 10s Pause bei 8 Wiederholungen. Bei vier Übungen macht dies 32 Wiederholungen und die Wette war: Wer hält beim gemeinsamen (Massen-)Tabata länger durch – Kinder oder Übungsleiter? Nachdem sich weder Jahrgang 2006 noch Jahrgang 1967 eine Blöße geben wollten, waren am Ende alle gemeinsam am Ende!