Marbacher Sportler starten bei Deutschen Meisterschaften in Köln

Leistungssport  9. Juli 2015  

In der vergangenen Woche fand der Saisonhöhepunkt für die Leistungsruderer des Marbacher Rudervereins statt – die Deutschen Juniorenmeisterschaften 2015 auf dem Fühlinger See in Köln. Für den MRV waren am Start: Annelie Gering und Laura Friedl (Jahrgang 1998) sowie Antonia Wuerich und David Keefer (Jahrgang 2000).

Die besten Junioren-Ruderer aus ganz Deutschland sowie die U23-Ruderer treffen bei dieser Regatta, die über 4 Tage geht, aufeinander. Nachdem am Mittwochnachmittag noch die letzte Feinabstimmung von Booten und Mannschaften im  Training vorgenommen wurden, ging es am Donnerstag um 9:12 Uhr für David Keefer und seinem Überlinger Zweierpartner Samuel Emrich in den Vorlauf. Um sich direkt für das Halbfinale am Samstag zu qualifizieren, mussten sie einen zweiten Platz im 6-Boote Feld erreichen.  Am ersten Wettkampftag hatte sich das Zweierteam allerdings noch nicht zusammengefunden und so konnte mit knapp zwei Sekunden Rückstand nur Platz drei errudert werden, was den Umweg über den Hoffnungslauf für die jungen Ruderer bedeutete.

Dieser hätte dann am nächsten Tag nicht deutlicher ausfallen können. Nachdem die Renngemeinschaft 200 Meter nach dem Start in der Bojenkette hängen geblieben war und kurz stoppen musste, schob sie sich danach mit kraftvollen Schlägen von hinten durch das Feld und siegte mit einem klaren Vorsprung von vier Sekunden auf die Zweitplatzierten aus Bremervörde. Im Halbfinale zeigten die Jungs dann allerdings Nerven, das Finale war greifbar, aber die Aufregung lähmte das synchrone Rudern. Doch ist auch ein B-Finale in diesem ersten jüngeren Jahrgang ein sehr gutes Ergebnis, und so fuhren David und Samuel am Sonntag ein befreites Rennen und zeigten, dass sie schnell sein können. Mit nur einer Zehntelsekunde Rückstand auf den Zweitplatzierten sicherten sich die beiden Nachwuchsruderer einen hervorragenden dritten Platz.

Von einer vorhergehenden Sommergrippe geschwächt startete Antonia Wuerich (2000) in ihren ersten Wettbewerb bei den Deutschen Juniorenmeisterschaften.  23 Leichtgewichts-Juniorinnen B waren am Start und das erste Ziel war, sich für das Halbfinale der besten Zwölf zu qualifizieren. Im Vorlauf war das nur durch einen Sieg möglich, da nur das erste von jeweils sechs Booten sich direkt ohne Umweg über den Hoffnungslauf für das Halbfinale qualifizieren konnte. Ganz klar hier die Vorgabe der Trainerin Heike Breitenbücher nach Einschätzung der Gegnerinnen: Dampf rausnehmen, Trainingslauf und nochmal einen Tag zur Erholung von der Sommergrippe gönnen. Dass dies die richtige Entscheidung war, zeigte sich im Hoffnungslauf – Antonia Wuerich erruderte sich mit guter Rudertechnik und gleichmäßig langen Schlägen den zweiten Platz und holte sich somit die Eintrittskarte ins Halbfinale mit einem Abstand von über vier Sekunden auf die Drittplatzierte, für die somit der Wettkampf zu Ende war. Auch im Halbfinale musste Antonia nochmals Druck rausnehmen, die vorderen Plätze waren für die Ruderin – ebenfalls im jüngeren Jahr – noch nicht greifbar, so konnte auch sie am Sonntag ein entspanntes und befreites B-Final-Rennen fahren, dass sie innerhalb des Feldes an fünfter Position in Ziel brachte.

Hart umkämpft und auf sehr hohem Niveau finden die Rennen des Juniorinnen-Zweier ohne Steuerfrau A statt. Diese Ruderinnen versuchen sich durch vordere Plätze für die Junioren-Nationalmannschaft und hier dem Juniorinnen-Achter zu empfehlen. Annelie Gering und Laura Friedl –beide der jüngere A-Jahrgang – hatten sich vorgenommen, einen guten Platz in dieser schwierigen, fast exklusiven Bootsklasse herauszurudern. Auch diese beiden Ruderinnen mussten kräftezehrend über den Hoffnungslauf in das Halbfinale ziehen, nachdem sie im Vorlauf den direkten Einzug ins Halbfinale knapp verpasst hatten. Der Hoffnunglauf verlief dann mit einem starken Rennen, das zeigte, was in den beiden Juniorinnen steckt. Im Halbfinale mussten auch diese beiden sich mit dem B-Finale zufrieden geben. Und wieder stellte sich der befreite, entspannte Kampfgeist im Finallauf ein. Mit ihrem besten Rennen der ganzen Meisterschaft holten sich Annelie und Laura den dritten Platz.

Alle vier Ruderer werden in der nächsten Saison nochmals in der gleichen Jahrgangsklasse starten, da alle dem jüngeren Jahrgang angehören. Die Trainerin zeigte sich mit dem  Ergebnis ihrer Ruderer auf der Meisterschaft sehr zufrieden, da hier bei entsprechender Weiterführung eines konsequenten Trainings im nächsten Jahr das A-Finale realistisch sein sollte, wobei das Ziel auf die vorderen Plätze ausgerichtet sein wird.