Erste Leistungsüberprüfungen der Marbacher Ruderer bei den Ergocups 2016 in Ludwigshafen und Neckarelz

Leistungssport  8. Februar 2016  

Was im Herbst und über den Jahreswechsel an Trainingsarbeit investiert und wie erfolgreich trainiert wurde, konnte bei den Ergocups in Ludwigshafen und Neckarelz Mitte und Ende Januar überprüft werden.

Traditionell starten alle Ruderer, die sich für Renngemeinschaften anbieten und ihre Leistung in der nationalen Rangliste positioniert sehen wollen oder ihren Platz im Landeskader beweisen möchten, auf dem Ergocup der Concept2-Reihe in Ludwigshafen. Diese Reihe findet an 5 Standorten in ganz Deutschland statt und am Ende gibt es eine Übersicht über die Zeiten aller Ruderer in der jeweiligen Altersklasse.

Die erste am Start war die Marbacher B-Juniorin Antonia Wuerich. Antonia fand an diesem Wochenende ihren Rhythmus nicht und blieb unter ihrer Trainingszeit zurück. Die Tage darauf kam dann ein fiebriger Infekt ans Licht, so dass diese Leistung im Rückblick nicht weiter verwundert. Dennoch schob sie sich in Ludwigshafen an Position 12 der nationalen Rangliste. Auch die B-Junioren David Keefer, Jannik Metzger und Kornelius Mistele konnten ihre gewohnte Leistung nicht abrufen, hier waren zu viel Nerven im Spiel. Annelie Gering im Juniorinnen-A-Bereich dagegen zeigte eine solide Leistung, die sie sich über konsequentes Training erarbeitet hatte. Schlag für Schlag hielt sie sich an ihre Trainingsvorgaben und konnte die 2000 Meter mit ihrer persönlichen Bestleistung von 7:32,4min abschließen.

Die Stars an diesem Ergocup in Ludwigshafen waren die Marbacher Nachwuchsruderinnen Samira Sasuga und Amelie Groß – beide 13 Jahre alt. Während Samira Sasuga die offene Klasse mit elf Sekunden Vorsprung gewann, fuhr Amelie Groß bei den Leichtgewichten mit zwölf Sekunden Vorsprung zu ihrem verdienten Sieg. Beide hatten bereits im vergangenen Jahr immer wieder eine außerordentlich gute und solide Leistung gezeigt.

Gleich am Wochenende darauf in Neckarelz waren die beiden C-Juniorinnen wieder am Start und bewiesen, dass ihr Sieg in Ludwigshafen alles andere als Zufall gewesen war. Wieder erreichten beide in ihrer Klasse ungefährdet die oberste Stufe des Siegertreppchens. Auch Isabel Theil holte einen Punkt für die Gesamtwertung. Bei ihrem ersten Start auf einem Ruderwettbewerb erreichte sie einen soliden fünften Platz. Gleich darauf startete auch Kim Löwer bei den 14-jährigen Mädchen und fuhr mit ruhigen kräftigen Schlägen auf den zweiten Platz, auch bei ihr der erste Wettkampf in dieser Form. Bei den leichten B-Juniorinnen legte Cora Knöller einen hervorragenden Lauf hin. Unbeeindruckt von ihrer Konkurrenz hielt sie sich an ihre Rennstrategie und wurde dafür mit einem ersten Platz belohnt.

Nachdem der B-Junior Jannik Metzger in Ludwigshafen noch Nerven zeigte, war eine Woche später in Neckarelz davon nicht mehr viel zu spüren. So konnte er verdient die Silbermedaille bei der Siegerehrung in Empfang nehmen. Im A-Bereich der Juniorinnen kamen gleich zwei Marbacher aufs Treppchen. Laura Friedl gewann souverän den Lauf und Jana Kamp konnte sich über einen dritten Platz freuen. Weitere Überraschungen waren bei den leichten A-Junioren Fabian Matzek und bei den leichten Männern Johannes Palesch. Beide hatten ihre Winterhausaufgaben gemacht, konnten sich im Lauf im vorderen Feld behaupten und sich dann noch am Ende auf den jeweils zweiten Platz schieben.

Der vielleicht heftigste Wettbewerb in Neckarelz sind die 5000 Meter im Doppel am Ende des Cups. Hier treten in jedem Jahr die stärksten Männer jeweils zu zweit zum letzten Lauf an. 5000 Meter müssen bewältigt werden, das Doppel darf sich abwechseln, so oft es möchte. Hier traten ein reines Marbacher Team und ein Team mit Marbacher/Überlinger Beteiligung an. Das Team mit David Keefer und seinem Überlinger Zweierpartner Samuel Emrich war das einzige reine B-Junioren Team, was im Kampf gegen Senioren leider als durchaus nachteilig gesehen werden muss. Beide kämpften bis zur völligen Erschöpfung und sicherten sich mit dieser bemerkenswerten Wettkampfmoral einen verdienten zweiten Platz, den ihnen vor dem Lauf sicherlich kaum jemand zugetraut hätte.

Durch diese vielen guten Einzelleistungen konnte der Marbacher Ruderverein zahlreiche Punkte sammeln und belegte den zweiten Platz in der Vereinswertung, was mit einem Geldpreis belohnt wurde.