Marbacher Mädchen holen Landessiege bei den Landesmeisterschaften in Breisach

Leistungssport  26. Juli 2016  

Der siegreiche Marbacher Mädchenvierer

Für alle baden-württembergischen Rudervereine findet das landesinterne Kräftemessen jedes Jahr am letzten Wochenende vor den Sommerferien bei den Landesmeisterschaften in Breisach statt. Eine Besonderheit ist dabei, dass Renngemeinschaften mit anderen Vereinen nicht möglich sind und nur Vereinsboote an den Start gehen dürfen. Der Marbacher Ruderverein war gleich mit 32 Ruderern am Start und konnte vom Einer bis zum Achter in den verschiedenen Rennen Mannschaften stellen.

Dreimal Gold – und damit dreimal Landessieger – wurden die Mädchen der Jahrgänge 2002 und 2003. Die diesjährigen Qualifizierten für den Bundesentscheid der Jungen und Mädchen in Salzgitter konnten auch in Breisach wieder beweisen, dass sie zu Recht zu den besten ihrer Altersklasse in Baden-Württemberg gehören. Amelie Groß und Samira Sasuga fuhren ihr Paradeboot, den Doppelzweier, souverän über die Strecke und schoben den Bugball als Erste ins Ziel. Bereits am Samstag erreichten beide Mädchen im Einer das Finale, und Amelie Groß konnte auch im Finallauf einen eindeutigen Sieg und damit die Goldmedaille für sich verbuchen.

Vier junge Mädchen des Jahrgangs 2002 aus Marbach zeigten, dass sie Talent und Leistungsfähigkeit besitzen. Im Mai waren sie zum ersten Mal auf einer Regatta am Start, zwei Monate und viele schweißtreibende Trainingseinheiten später wurden sie für ihre Leistung am Siegersteg mit der Goldmedaille geehrt. Kim Löwer, Eva Weiß, Lejna Sabljo und Annalena Dobmeier hatten mit ihrer rennerfahrenen Steuerfrau Carla Berger nicht nur ihr erstes Rennen, sondern dabei auch gleich eine Meisterschaft gewonnen. Bei dieser Konstellation wird nicht nur die Steuerfrau von der Mannschaft nach dem Rennen ins Wasser geworfen, die Vereinskameraden dürfen die gesamte siegreiche Mannschaft gleich hinterherwerfen. Selbstverständlich wurde dieser Tradition genüge getan.

Fünf Bronzemedaillen komplettieren den Medaillenspiegel. David Keefer musste sich in seinem Junior-B-Einer gegen 21 Konkurrenten durchsetzen und konnte sich im Finallauf einen hervorragenden dritten Platz sichern. Für diese solide Leistung gab es die Bronzemedaille. Cora Knöller startete ebenfalls im Einer im Bereich der Leichtgewichtsjuniorinnen B. Nach einem halben Jahr krankheitsbedingter Trainingspause hatte sie wohl keine ihrer Konkurrentinnen auf dem Schirm. Souverän ruderte sie sich über den Vorlauf ins Finale und zog dort mit routinierten Schlägen und mit der ihr eigenen sauberen Rudertechnik als Dritte über die Ziellinie. Ein weiterer Leichtgewichtsruderer – allerdings bei den Senioren – der eine sehr gute Leistung zeigte, war Johannes Palesch. Er lag von Anfang an im vorderen Feld und ließ sich auch am Ende seine Bronzemedaille nicht mehr nehmen.

Eine besonders erfreuliche Überraschung war der Marbacher Doppelvierer der Seniorinnen. Schlagfrau Carolin Wuerich zeigte mit ihrer Mannschaft Annelie Gering, Laura Friedl und Samantha Balcerzak, dass harmonisches Rudern kombiniert mit langjähriger Erfahrung und guter Technik richtig schnell sein kann. In einem hochkarätigen Gegnerfeld erreichten sie nicht nur das Finale, sondern sicherten sich in einem spannenden Rennen die Bronzemedaille. Kurze Zeit nochmals Bronze für Marbach in einer ganz neuen Kombination: David Keefer wechselte vom Skullboot in den Zweier ohne Steuermann. An seiner Steuerbordseite war sein Vereinskamerad Jannik Metzger und beide gaben ordentlich Gas. Ein dritter Platz macht neugierig, wie sich dieses Boot mit den beiden entwickeln wird. Keefer und Metzger steigen im nächsten Jahr in die Junior-A-Altersklasse auf und mit dieser Bootsklasse gibt es mit Sicherheit Optionen in Richtung Südteam.