BaselHead 2017

Leistungssport  23. November 2017  

Die Marbacher Achtermannschaft beim BaselHead 2017

Wie ein Schweizer Uhrwerk oder auch gemäß Schweizer Präzision par excellence ist das Ablegen der 104 Achter beim 8. BaselHead 2017 getaktet. Die Elite-Männer-Mannschaft des Marbacher Rudervereins hat Ponton 1 und die Startnummer 21 zugewiesen bekommen. Das Ablegen ist auf 13:42 Uhr terminiert und alles läuft wie am Schnürchen oder auch wie im Inneren einer Swiss Watch.

Anders ist es am beengten Ufer des Rheines inmitten der Basler Altstadt auch nicht vorstellbar. Der BaselHead ist das größte Achterrennen im deutschsprachigen Raum und steht für ein 6,4 Kilometer langes Verfolgungsrennen sowie eine Sprintwertung, ein Teilnehmerfeld von 100 Achter-Mannschaften aus 10 Nationen und ein sportbegeistertes Publikum entlang der Rennstrecke mitten durch die Innenstadt von Basel.

Nicht zuletzt durch die wettkampfgeladene Atmosphäre auf dem Sattelplatz in der Kaserne am Rheinufer wird die Nervosität auch in der Marbacher Mannschaft spürbar. Die Steuerfrau Samantha Balcerzak gibt die Aufwärm- und Rennbesprechungszeiten vor und der Achter wird am zugewiesenen Ponton startbereit in die Böcke gelegt. Im Marbacher Boot sitzen Michael Breitenbücher, Tilmann Schmidt-Sandte, Christof Schulz, Jürgen Hahn, Philipp Hillinger, Paul Weigelt, Clemens und Kornelius Mistele. Eine Mannschaft aus erfahrenen Master-Ruderern, Senioren und Junioren, die seit dem Sommer regelmäßig mehrmals in der Woche auf diesen Tag hingearbeitet hat.

Die 6,4-Kilometer-Strecke startet gegen die Strömung, hat in der Mitte eine Wende und dann folgt die zweite Hälfte mit der Strömung gen Ziel. Mit der Strömung zu fahren bedeutet wie gegen eine Wand aus Beton zu ziehen. Es sind mehrere Brückenbögen korrekt zu durchfahren, so dass neben der tückischen Strömung auch noch die verschiedenen Durchfahrten zu beachten sind. Ein Fehlsteuern würde drastische Zeitstrafen nach sich ziehen. Mit Balcerzak sitzt eine erfahrene BaselHead-Steuerfrau am Steuerplatz, sodass Mannschaft und Boot unbeschadet, aber auch sichtlich erschöpft ihr Ziel erreichen.

Mit einem Zeitabstand von 5:02,16 Minuten auf den Deutschlandachter ist am Ende des Rennens für die Marbacher noch Luft nach oben, aber zumindest können die Marbacher nun sagen, dass sie im gleichen Rennen wie der diesjährige Goldgewinner bei der Weltmeisterschaft in Florida gestartet sind. Der BaselHead 2018 der Marbacher ist schon geplant – ob Deutschland 1 deswegen nervös wird? Wir wissen es nicht!