Juniorenregatta Köln

Leistungssport  25. Mai 2017  

Der Junioren-B-Achter des Landesruderverband Baden-Württemberg (drittes Boot von oben) mit Louis Tafelmaier auf Schlag

Volle Meldefelder auf der Juniorenregatta in Köln, spannende Rennen am Samstag und Sonntag, hoch motivierte Junioren, die testen, wo sie in ihren Bootsgattungen stehen und an welchen Punkten in den verbleibenden vier Wochen bis zur Deutschen Juniorenmeisterschaften in München noch gearbeitet werden muss.

Der Marbacher Ruderverein schickte eine Juniorin und vier Junioren in diese Testregatta. Antonia Wuerich hatte mit ihrer Partnerin aus Heilbronn an diesem Wochenende Schwierigkeiten, die gewohnte Leistung abzurufen. Eine Erkältung der Heilbronnerin durchkreuzte die Pläne, den Zweier entsprechend zu positionieren. Für die Trainer war dies einerseits eine Enttäuschung, dennoch sind Rückschläge leider wichtig für die Ruderer, um die verbleibende Vorbereitungszeit auch intensiv zu nutzen.

Louis Tafelmaier hatte seinen ersten Einsatz im Vierer des B-Projektes des Landesverbandes Baden-Württemberg. Ihn hatte man als Schlagmann für den Vierer angeworben und so musste er sich in dieser Position gleich auf einer der großen Regatten beweisen. Der Versuch gelang und der Vierer qualifizierte sich für das A-Finale am Sonntag. Im Finallauf erreichte das Landesboot einen fünften Platz, aber mit wenig Rückstand auf die vorderen Boote, sodass der neu zusammengesetzte Projektvierer die Chance hat, durch entsprechendes Training weitere Plätze gut zu machen.

Auch im Junioren-B-Bereich – allerdings bei den Leichtgewichten – war Johannes Baier sowohl im Einer, als auch im Doppelzweier am Start. Baier erzielte respektable und erfolgversprechende Ergebnisse im oberen Mittelfeld. Auch hier scheint sich die Qualifikation für die Deutsche Juniorenmeisterschaft abzuzeichnen – Kriterium ist die Chance, zumindest das kleine Finale über die Vorläufe und Hoffnungsläufe zu erreichen.

David Keefer und sein Partner vom Bodensee Ferdinand Torner hatten nach einem Bootsschaden das Problem, spontan auf ein anderes Boot wechseln zu müssen, und fanden an diesem Wochenende ihren Rhythmus nicht.

Nahezu perfekt fanden aber zwei andere ihren Schlagrhythmus. Der Marbacher Jannik Metzger und sein Tübinger Partner Paul Burger fuhren am Samstag ein nahezu perfektes Rennen. Vom Start weg schoben sie ihren Zweier in langen kräftigen Schlägen dem Ziel zu. Ihre Gegner im Blick konnten sie das Rennen kontrollieren und wurden mit einem ersten Platz und dem Einzug in das A-Finale am Sonntag belohnt. Hier mussten die beiden sich zwar mit dem sechsten Platz zufriedengeben, aber die Abstände nach vorne zeigen, dass beide auf einem guten Weg sind und sich von Rennen zu Rennen in dieser schwierigen Bootsklasse steigern.