Regatten in Hamburg und Sarnen

Leistungssport  28. Juni 2017  

Am vergangenen Wochenende lagen beinahe 1000 Kilometer Luftlinie zwischen den verschiedenen Mannschaften des Marbacher Rudervereins. Während die Trainerin Heike Breitenbücher mit drei Marbacher Junioren zu der 2. Internationalen DRV Regatta nach Hamburg fuhr, starteten die anderen Junioren und Senioren auf der Nationalen Schweizer Regatta am Sarner See – südlich von Luzern.

Ziel eines Starts auf der Internationalen Regatta in Hamburg ist es, drei Wochen vor den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften die Mannschaftboote gemäß der ausgefahrenen Rangliste zu besetzen. Von Marbach hatten sich hier Jannik Metzger, Louis Tafelmaier und Johannes Baier zu positionieren. Alle drei befinden sich inzwischen in den Trainingslagern mit ihren jeweiligen Mannschaften, um sich auf die Meisterschaften Ende Juni in München vorzubereiten.

Nicht immer muss es Hamburg sein, auch in Sarnen kann eine feste Mannschaft testen, wo sie im Vergleich der durchaus leistungsstarken Schweizer und internationalen Boote steht, und damit das Ziel Jahrgangsmeisterschaft anstreben. Antonia Wuerich und ihre Heilbronner Partnerin Luise Münch starteten als Leichtgewichte im schweren Doppelzweier und sicherten sich Silber hinter dem Schweizer Boot aus Genf. In einem Meldefeld von 20 Booten ein Ergebnis, das Hoffnung im Hinblick auf München macht. Am Samstag konnten sie ihren Lauf bei den leichten Frauen souverän gewinnen.

Jüngste in Sarnen war Amelie Groß. Sie zog mit einem zweiten Platz am Samstag in den Finallauf am Sonntag ein und erzielte dort den fünften Platz als schnellstes deutsches Boot von insgesamt 24 Meldungen. Amelie Groß wird sich bereits am Wochenende einer weiteren Qualifizierung stellen müssen, hier geht es um die Teilnahme im baden-württembergischen Team am Bundeswettbewerb der Jungen und Mädchen, der am ersten Juli-Wochenende in Brandenburg stattfinden wird.

Im Rennen „Einer Senioren“ konnte Cornelius Killinger seinen Lauf am Samstag klar für sich entscheiden. Auch er konnte den Finallauf nicht in den Medaillenrängen, aber als schnellstes Boot aus Deutschland beenden.

Silber mit einem Rückstand von 16 Hundertstel auf Gold holte Laura Friedl mit ihrer Mannschaft – einer Renngemeinschaft aus Marbach, Heidelberg, Nürtingen und Breisach. Die Mannschaft war in dieser Kombination zum ersten Mal an Start und zeigte von Anfang an ein starkes, selbstbewusstes Rennen im Doppelvierer der Seniorinnen. Lediglich den Favoritinnen vom Ruderclub Zürich mussten sie ganz am Ende noch den Bugspitzensieg abgeben.

Sehr ausgewogen zeigten sich auch die weiteren Marbacher. Alle Ruderer konnten im oberen Mittelfeld ihre Rennen beschließen und bewiesen damit, dass sie auch international mitrudern und mithalten können.