Internationale Juniorenregatta München

Leistungssport  12. Mai 2018  

Nachwuchsathleten zwischen 15 und 18 Jahren aus 15 Nationen gingen am ersten Wochenende im Mai auf der Olympiastrecke von 1920 in München an den Start. Neben einem großen Teilnehmerfeld aus Deutschland waren zudem Mannschaften aus Argentinien, Belgien, Bulgarien, Japan, Kroatien, den Niederlanden, Österreich, Polen, der Schweiz, Simbabwe, Slowenien, Spanien und Tschechien vertreten. Sieben von 920 Athleten kamen dabei vom Marbacher Ruderverein und konnten sich auf nationaler und internationaler Ebene beweisen.

Die jüngste Marbacher Ruderin war die 15-jährige Amelie Groß, die erst in diesem Jahr in den Junioren-B-Bereich aufgestiegen ist und nun ihre ersten großen sowie ihre erste internationalen Regatten fährt. Gleich am Samstag war sie im Landesvierer der B-Juniorinnen erfolgreich und durfte am Siegersteg anlegen. Damit schickte der baden-württembergische Vierer die Mannschaften aus Berlin, Potsdam und Basel auf die nachfolgenden Plätze.

Antonia Wuerich startete im leichten A-Juniorinnen-Einer, nachdem ihre Doppelzweier-Partnerin krankheitsbedingt abmelden musste. Nervenflattern inklusive – bei dem spontanen Start im Einer schob sich Wuerich am Samstag bei extremen Gegenwind auf den dritten Platz ihres Laufes. Am Sonntag hatte sich Wuerich bereits den widrigen Bedingungen angepasst und siegte souverän im zweiten gesetzten Lauf. Durch die Krankheit ihrer Partnerin wird sie auch bei der Juniorenregatta in Köln nochmals im Einer an den Start gehen müssen. Das Ziel von Wuerich wird sein, in einem Mannschaftsboot auf der Deutschen Juniorenmeisterschaft Ende Juni starten zu können. Bei der Vorlage in München ist Wuerich ein begehrtes Mannschaftsmitglied in einer Renngemeinschaft.

Für die A-Junioren David Keefer und Jannik Metzger hatte die Bundestrainerin Mittel- und Großboote für München vorgegeben. Am Samstag starteten Keefer und Metzger im Vierer ohne Steuermann mit zwei Ruderern aus München. Im Vorlauf sicherten sie sich hinter GB Rowing Platz 2 und somit den Einzug in das B-Finale. Die windausgesetzte Außenbahn machte das Finalrennen für das baden-württembergisch/bayrische Boot anspruchsvoll und kräftezehrend, so dass am Ende nur Platz 4 als Ergebnis stand. Am Sonntag saßen beide im ersten Süd-Team Achter, der ungefährdet über den Vorlauf das A-Finale erreichte. Hier war es am Ende wieder ein undankbarer vierter Platz hinter GB Rowing, der Polish Rowing Federation und dem Boot aus Berlin/Potsdam. Dennoch ist die Platzierung als zweitschnellster deutscher Achter eine gute Ausgangsbasis für die weiter Rangliste in Hamburg und den Deutschen Juniorenmeisterschaften in Köln.

Anne Mittenmayer und ihre Partnerin im Zweier ohne Steuermann qualifizierten sich im Vorlauf souverän für das A-Finale. Leider hielt der Rücken der Partnerin aus Heidelberg dem Endlauf nicht stand, so dass das Rennen nicht in Renntempo zu Ende gefahren werden konnte. Im Krankenhaus dann die Nachricht, dass am Sonntag nicht mehr gerudert werden darf.

Auch den weiteren zwei Marbacher Ruderern Louis Tafelmaier und Johannes Baier war das Ruderglück nicht hold – beide werden in Köln mit ihren Zweierpartnern kräftig am Ruder ziehen, um sich besser im Feld der deutschen A-Junioren zu positionieren.