Starker Auftritt bei der Junioren-WM in Trakai

Leistungssport   28. August 2025  

Moritz Bitz rudert im U19-Achter des DRV zu Bronze 

Trakai/Litauen – Mit einer Bronzemedaille und einer offiziellen Zielzeit von 6:02,88 Minuten kehrt Moritz Bitz von der Junioren-Weltmeisterschaft U19 in Trakai zurück. Der 18-Jährige war in der Mannschaft des deutschen Junior-Achters und saß zusammen mit Julius Watzka im Mittelschiff des Bootes — beide stammen aus Marbach; Bitz ging für den Marbacher Ruderverein an den Start, Watzka für den Stuttgart-Cannstatter Ruderclub.

Die intensive Vorbereitung in Berlin-Grünau hatte fünf Wochen gedauert. Nach der ersten Woche Mannschaftsbildung zeigte sich Bitz zufrieden mit seinen Leistungswerten: regelmäßige Laktatmessungen, Messbootfahrten und die Analyse von Druckkurven führten gemäß Bitz Aussagen zu spürbaren technischen Verbesserungen. „Das Ruderrevier und die Bedingungen waren sehr gut, wir konnten auf hohem Niveau arbeiten“, bilanziert er die Vorbereitungszeit. Die stetige Anpassung zwischen externer und interner Wahrnehmung habe seine Technik klar vorangebracht. Durch seine starken Leistungswerte konnte Bitz „in Ruhe arbeiten, da sein Platz im Boot sicher war.“

Der vom Deutschen Ruderverband organisierte Flug nach Vilnius und der Shuttleverkehr zur Regattastrecke Trakai liefen reibungslos. Vor Ort sorgte vor allem die Strecke von Trakai und die Professionalität des internationalen Events für Begeisterung; unter der Leitung von Bundestrainer Nils Meyer gelang dem Team nochmals ein Taktik- und Technikschub.

Der Vorlauf war härter als erwartet: Gegen die Tschechen entwickelte sich ein enges Rennen, das der deutsche Achter nur knapp für sich entscheiden konnte — der direkte Finaleinzug und damit das Recht auf die Innenbahn gelang. Durch den Vorlaufsieg und Direkteinzug hatte die Mannschaft zwei zusätzliche freie Tage, die es für letzte Anpassungen nutzte. 

Im Finale begann das deutsche Boot etwas verhalten und fand nicht sofort den optimalen Rhythmus. Zur Streckenhälfte jedoch setzte sich das Team von Rumänien ab und startete seinen Angriff auf die Tschechen. Für Silber reichte es am Ende nicht; Gold ging an Großbritannien, Silber an Tschechien. Der britische Achter war vor dem Rennen als Favorit gehandelt worden — die Tschechen überraschten mit einer sehr starken Achtermannschaft.

Bitz wurde vor Ort von seiner Familie und seinem Heimtrainer Nicolai Keefer unterstützt; die Vereinskameraden und Freunde verfolgten die Rennen am Bildschirm von zu Hause. 

Für Bitz persönlich ist die JWM mehr als nur die Medaille: „ein unglaublich eindrucksvolles Erlebnis. Erst jetzt Tage nach der Weltmeisterschaft kann man das so richtig fassen und einordnen“, sagt er. 

Text: Heike Breitenbücher

Foto: meinruderbild_ASC_7370_Original (redaktion. Nutzung)