Langlauftrainingslager des Marbacher Ruderverein im Engadin

Uncategorized   19. Januar 2026  

vom 3. bis 10. Januar 2026 fand bereits zum dritten Mal das Langlauftrainingslager des Marbacher Rudervereins in La Punt-Chamues statt – und erneut zeigte sich, warum dieser Ort für das Wintertraining ideal ist. Insgesamt nahmen 24 Ruderinnen und Ruderer aus Marbach teil: Acht Nachwuchssportler waren vom 3. bis 6. Januar dabei, bevor die Schule wieder begann, während 16 erwachsene Vereinsmitglieder eine ganze Woche im Engadin trainierten.

Langlaufen ist für Ruderinnen und Ruderer ein bewährtes Cross-Training. Es fördert Ausdauer, Kraft, Koordination und Gleichgewicht und spricht ähnliche Muskelgruppen an wie das Rudern. Nicht ohne Grund greifen selbst Teile der Nationalmannschaften im Winter auf die Skating-Technik zurück. Zusätzlich profitierte die Gruppe vom Höhentraining auf rund 1700 Metern. Eine besondere Herausforderung stellte in diesem Jahr allerdings das Wetter dar: Temperaturen bis zu –21 Grad verlangten allen Teilnehmenden Durchhaltevermögen und mehrere Kleidungsschichten ab.

Trainiert wurde an zwei Einheiten pro Tag in unterschiedlichen Leistungsgruppen. Nach einem gemeinsamen Aufwärmen folgten Techniktraining sowie Strecken unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit. Die Loipe startete direkt an der Unterkunft, was kurze Wege und flexible Trainingseinheiten ermöglichte.

Ein sportlicher und zugleich äußerst unterhaltsamer Höhepunkt war der traditionelle Biathlon-Wettkampf am Abschlusstag. In gemischten Teams ging es im Le-Mans-Start auf die Strecke, geschossen wurde mit „Munition“ aus Alufolie auf Salatschüsseln – stehend und liegend, inklusive Strafrunden.

Gerade die Nachwuchsruderer beeindruckten durch ihren schnellen Lernfortschritt. Innerhalb kurzer Zeit eigneten sie sich die Langlauftechnik an und meisterten mit großer Begeisterung auch anspruchsvolle und längere Strecken. Die Rückmeldungen waren eindeutig: Alle wollen im nächsten Jahr wieder dabei sein. Abseits der Loipe sorgten gemeinsames Kochen, Tischtennis, Eislaufen und sogar Eishockey für Abwechslung.

Begleitet wurde der Nachwuchs von Trainer Simon Gering, der durch hervorragende Organisation von Fahrt und Material überzeugte und vor Ort mit viel Engagement motivierte – auch dann, wenn kleinere und größere Blessuren versorgt werden mussten.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war die ausgezeichnete Organisation im Selbstversorgerhaus. Unter der Leitung von Küchenchefin Isa und wechselnden Helferinnen und Helfern wurde preisgünstig und abwechslungsreich gekocht. Das Abendprogramm mit Filmvorführung („The Boys in the Boat“), Quiz- und Spielabenden sowie einem Yoga-Angebot von Ruderin und Yogalehrerin Sabine rundete das Trainingslager ab.

Ein besonderer Dank gilt Dr. Wolfgang Fritsch, stellvertretender Vorsitzender Bildung im Landesruderverband, der die Unterkunft organisierte und sich auch dieses Jahr wieder in den Langlauf-Unterricht einbrachte. Ergänzt wurde das Angebot durch Informationen zum Wachsen und Pflegen der Skier sowie ein sehr gutes Betreuungsverhältnis auf und neben der Loipe.

Das Fazit fällt eindeutig aus: Das Langlauftrainingslager kam bei allen Teilnehmenden hervorragend an und soll 2027 erneut stattfinden. Eine gelungene Mischung aus sportlicher Herausforderung, Gemeinschaft und winterlicher Abwechslung im Ruderalltag.

Text: Heike Breitenbücher
Fotos: MRV